Adventskalendertürchen 16

Schicke Blumen einem kranken Bekannten

 

Am 4. Dezember ist der Tag der Hl. Barbara. Ein alter Brauch lässt mich seit Jahren schon am Barbaratag Äste schneiden, die dann an Weihnachten blühen.

In diesem Jahr habe ich das erste Mal keine Äste abgeschnitten, sondern sie an ihrem Busch und Baum belassen.

 

Von Schnittblumen halte ich nicht sehr viel, ich mag Blumen, keine Frage, aber am liebsten im Garten, wo sie ihr Leben, so lange wie es eben dauert, sein können. Mit allem was dazu gehört, das Keimen im Boden, das vorsichtige Beäugen der Welt aus dem Boden heraus, das Wachsen und zum Himmel strecken, das Blühen und Strahlen und kraftvoll mitten im Leben stehen – und dann auch das Verblühen, Verwelken und Vergehen.

 

Ich werde einem kranken Bekannten keine Blumen schicken.

Wenn überhaupt, werde ich ihm Zeit schenken.

Für ein Gespräch, für ein kleines Abenteuer, für gemeinsames Kochen, Lesen, Hören, Sehen usw. Blumen gibt es bei mir aus Papier in Form eines Buches. Oder die Blumen können selbst gebastelt oder auch gemalt werden.

Oder Blumen auf Fotos oder Bildern, das ist auf jedenfalls ein dauerhaftes Geschenk, denn die schönen Schnittblumen vergehen und sind nur für kurze Zeit eine Freude, aber sie sind natürlich auch eine Freude, keine Frage.

Wenn mir jemand Blumen schenkt, freue ich mich auch und ich hege und pflege sie, bis ich sie in den Garten zu den anderen Verwelkten bringe.

In diesem Sinne heute einen schönen Tag für dich.

 

Die Idee zu den Adventskalendertürchen findest du hier.

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