Das ewige Dilemma…

Die gestrige Aquafitness nehme ich jetzt mal zum Anlass mich richtig aufzuregen.

Seit über 1 Jahr gehe ich 2-mal die Woche zur Aquafitness, bedeutet 45 Minuten Bewegung in tiefem Wasser mit einem Schwimmgurt um die Taille. Ich mache das so gern, dass es für meine Verhältnisse schon fast unheimlich ist, da ich eher ein Sportmuffel war und bin. Aber im Wasser fühle ich mich wohl und die Bewegung macht mir im Wasser einfach Spaß.

Der Kurs findet im örtlichen Hallenbad statt. Er hat in der Regel 10 Termine zu einem Festpreis, den man inzwischen auch online buchen kann. Ach je, das ist auch noch mal ein Thema für sich… aber ich schweife ab.

Es gibt eine interne Regel, dass man im laufenden Kurs – also innerhalb der z. B. 10 gebuchten Termine – den einen oder anderen nicht wahrgenommenen Termin innerhalb dieses Zeitraumes, also innerhalb des Zeitraums der bereits gebuchten Termine – an einem anderen Tag, an dem Aquafitness angeboten wird, nachholen kann. Das gilt aber eigentlich nur für die Leute, die von Anbeginn des Kurses mit dabei sind (immerhin schon fast 20 Jahre!) und sich so viele „wilde“ Rechte einräumen, dass es mich ankotzt. Und ich rege mich noch nicht mal darüber auf!

Wer diesen Kurs online bucht, nimmt die Geschäftsbedingungen an, die aktuell besagen, dass ein Nachholen nicht möglich ist. Verstehe ich, kann ich akzeptieren – ist wie beim Sprachkurs an der VHS – da kann ich meine versäumte Englischstunde auch nicht nachholen.

Nun gut, eine dieser alt eingesessenen Schwimmerinnen fand sich nun gestern neben der Trainerin wieder und meinte nun zu bestimmen, dass sie die vielen fehlenden Stunden ganz einfach im nächsten Kurs nachholt, da es doch egal ist, ob sie angemeldet ist – also für den neuen Kurs und somit auch für den neuen Kurs bezahlt  – oder ihre Stunden aus dem vorherigen Kurs dann in dem neuen laufenden Kurs abarbeitet.

Meistens fehlen mir die Worte, um auf so eine dreiste Frechheit zu reagieren. Aber gestern bin ich einfach stumm geblieben und habe gewartet, bis ich dran war, um meinen Namen zu nennen, der dann durch Abhaken auf der Liste meine Teilnahme dokumentiert.

Ich wollte dieser Person kein Futter geben, weder für ihre Sache noch gegen sie.

Sie verblieb mit der Trainerin so, dass sie das mit dem Chef persönlich klärt und schaute mich dabei an, so als ob ich verstehen müsste, was sie sagt und ihr recht geben müsste.

Unverschämt, dreist, frech usw. kann ich dieses Verhalten nur nennen, sich das Recht so zu beugen – und ich beginne zu verstehen, dass, was hier im Kleinen, Unscheinbaren passiert – weltweit in ganz großem Stil dauernd da draußen in der Welt passiert – weil jeder doch nur auf Seins bedacht ist und die anderen ihm scheißegal sind – und das regt mich auf!

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