Familienbesuche

Ende Juni waren meine Schwester und ihr Mann auf der Durchreise für 1 Nacht bei uns zu Gast. Keine 24 Stunden, aber wir haben die Zeit genutzt und zusammengesessen, geklönt, gegessen und dabei wenig Schlaf gehabt. Meine Schwester brachte mir einige DVD zurück, die ich ihr geliehen hatte und sie nahm auch wieder welche mit. Die beiden wollten an der Ostsee Urlaub machen und freuten sich schon auf Sommer, Sonne und Strand. Und inzwischen schien es auch wirklich sommerlich warm zu werden. Das ich 1 Woche später selbst auch für ein paar Tage in der Nähe der Ostsee verbringen konnte, verdanke ich meiner Hündin und ihrer Läufigkeit. So konnte ich an 2 Tagen mit meiner Schwester und meinem Schwager ein paar kleine Touren machen und sie konnten mich in meinem Ferienhaus besuchen. Es war wirklich heiß, wie man an meinem Sonnenbrand und später dann an der leichten Bräune zuhause gut sehen konnte. Das wirklich beeindruckteste aber waren die Schmetterlinge in der Geltinger Birk. So viele Schmetterlinge wie dort, habe ich noch nicht auch nur einmal in meinem Leben auf einem Haufen Stelle gesehen. In den wild blühenden Rosen- und Beerenbüsche fanden sich unzählige Schmetterlinge, die kurz aufstoben, wenn man daran vorbeiging und sich wieder in ihrem Schwarm auf den Blüten niederließen. Ein herrlicher Anblick. Ein schönes Naturerlebnis der neuen Art – für mich jedenfalls.

Mitte Juli kam dann meine Mutter für ca. 10 Tage. Sie ist jedes Jahr hier, oft über Weihnachten, weniger im Sommer. Sie ist inzwischen eine alte Dame geworden und wollte hier auch einmal im Sommer sein. Da mein Bruder mit Frau in diesem Jahr auch Urlaub an der Ostsee gebucht hatte, wurde der Plan gefasst meine Mutter auf dem Rückweg wieder zurück nach Rheinland-Pfalz zu nehmen.

Ihr überließ ich die Oase, der ruhigste, kühlste und schönste Raum im ganzen Haus – meiner Meinung nach – von hier hat man einen direkten Blick auf den Balkon mit Tannen, Birnbaum und Vogelhäuschen durch eine große Terrassentür aus Glas.

 

Meine Mutter nahm uns wieder viele kleine Arbeiten im Haushalt ab, schaffte es 2 total zerschlissene Arbeitslatzhosen mit der Hand! wieder zusammenzuflicken und kochte mit uns Marmelade ein. Es war eine schöne Zeit, es gab Film- und Spieleabende und auch freie Zeiten für jeden von uns.

Wir schafften es sogar 2 Tagestouren zu machen. Einmal fuhren wir auf einen Museumshof in Ostholstein, den ich noch nach einem Besuch vor langer Zeit mit einer weitläufigen Gartenlandschaft in Erinnerung hatte. Hier liefen wir durch einen Kräutergarten, an Getreidefeldern vorbei und gingen durch eine Allee mit Obstbäumen. Ein herrlich warmer Sommertag, den wir mit Brause erfrischten. Die 2. Fahrt führte uns nach Wedel zum Willkomm Höft. Leider passierte während unseres Aufenthaltes kein großes Schiff, sodass wir das Willkommen durch die Lautsprecher nicht hören konnten. Aber ein warmer Sommertag mit frischer Elbe und leichtem Wind ersetzte uns das ausreichend.

 

Mein Bruder mit Frau kamen auf der Rückreise nun für 1 Nacht hier vorbei, um uns zu besuchen und um meine Mutter mit in die Heimat zurückzunehmen.

Die beiden hatten auch tolles Sommerwetter direkt an der Ostsee und verlebten 1 Woche mit vielen Wanderungen dort.

Hier dann vor Ort – auch nur für knapp 24 Stunden – verbrachten wir die Zeit mit Quatschen, Austauschen und Essen.

Nun, fast Ende August besuchte uns für ein paar Stunden Verwandte aus Westfalen. Die Großeltern meines Mannes kamen vor dem 2. Weltkrieg von Westfalen nach Holstein, um hier eine kleine Siedlungsstelle zu bearbeiten. Die letzten Verwandten sind eine Cousine meines Mannes und ihre betagte Mutter. Sie und meine Schwiegermutter hatten 2 Schwestern als Schwiegermütter. Die alte Dame wollte noch einmal gerne in den Norden, um uns und noch eine gemeinsame Schwägerin zu besuchen. Die beiden Frauen wurden hier nach knapp 3 Stunden Autofahrt gleich an den Mittagstisch gebeten. Hier konnten wir uns austauschen und über alte Zeiten klönen, vor allem meine Schwiegermutter natürlich, die mit dieser Tante meines Mannes fast jeden Sonntag telefonierte. Nach weiteren 3 Stunden inklusive Nachtisch und Spaziergang ums Haus, fuhren die beiden weiter zu der gemeinsamen Schwägerin der alten Damen und am Abend dann fuhren sie wieder nach Westfalen zurück.

 

Je älter ich werde, umso weniger Familie ist um mich herum. Es ist nun einmal so, dass viele vor mir gehen, auch wenn auch vor ihrer Zeit, und dass wir immer weniger werden, je älter wir werden.

Dieser Sommer hat viele geliebte und weniger gemochte Familienmitglieder zusammengeführt und ich möchte dafür dankbar sein an dieser Stelle.

Man weiß ja nie, ob man wieder so jung zusammenfindet.

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