Ist das so? # 21

 

Jeder Tag ist ein Wagnis

und wird dadurch erst lebenswert.

(Aristoteles)

 

Ist das so?

 

Um es mit den  Worten Forrest Gumps auszudrücken:

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man kriegt.“

Und so ist es mit jedem neuen Tag. Er fängt meist wie jeder andere Tag an und kann sich trotz guter Planung in eine komplett andere Richtung entwickeln.

 

Gerade vor 3 Woche ging ich abends wie immer müde zu Bett. Die Nacht war unruhig, ich fror die ganze Zeit trotz einer 2. Bettdecke. Ich stand vor dem Wecker in der Frühe auf und mir war schlecht und ich hatte äußerst heftige Bauchkrämpfe. Sie blieben trotz Kamillentee, so dass ich mich zu meinem Hausarzt aufmachte. Dauernd grübelte ich darüber nach, was wohl der Grund für die Bauchkrämpfe sein konnte. Ich hatte normal gegessen, nichts neues, nichts außergewöhnliches, auch nicht viel mehr oder weniger. Der Tag war ganz normal und doch wollte mich mein Hausarzt aufgrund diffusen Druckschmerzes in die Klinik zum weiteren Abklären schicken….

… so hatte ich mir den Tag ganz bestimmt nicht vorgestellt. Ich wollte wie immer am Nachmittag arbeiten, dann Essen kochen, dann ins Wochenende starten mit vielen Ideen für meinen Blog und sah mich am Ende doch im Krankenhaus darauf wartend, ins CT geschoben zu werden….

… nichts von alledem, was ich geglaubt hatte am Wochenende zu schaffen, den Hausputz, die Wäsche, den Einkauf, das Bloggen, Telefonate, Besuche, Pausen usw. fand statt, weil ich stationär aufgenommen wurde zur weiteren Überwachung bei Tee und Zwieback….

… es blieb mir nichts anderes übrig, als mich dem zu ergeben und festzustellen, dass mir mein Körper gerade eine heftige Auszeit verordnet hatte. Ich beugte mich und genoss die Ruhe in der Klinik, die Beschwerden wurden besser, ein Toastbrot blieb schon mal drin, ein gutes Zeichen…

… ich ließ los und nahm meine Situation an. Was auch immer der Auslöser war – vermutlich nur eine Magen-Darm-Verstimmung, aber dann eine sehr heftige – er zwang mich, alles komplett anders zu machen bzw. nichts zu machen. Nach 2 Tagen Ruhe und Kostaufbau durfte ich wieder nachhause…

… und auch hier konnte ich noch nicht wieder wie ich wollte und musste mich auch diesem Zustand demütig beugen, ich schlief viel, aß noch mehr Toastbrot, trank jede Menge Tee und las ein wenig, schaute fern, ging mit dem Hund in den Garten, legte mich wieder hin. Ich wurde geduldig und ruhig und wusste, alles wird seine Zeit bekommen….

 

Inzwischen hat mich mein Alltag wieder mit all den Verpflichtungen, Arbeiten, Terminen usw. Aber ich habe begriffen, dass alles was ich mir vornehmen kann, eine Möglichkeit ist und es doch am Ende einfach ganz anders kommen kann (aber dann bitte nicht mehr so heftig, grins).

Ob jeder Tag nun ein Wagnis ist, sei dahin gestellt, aber lebenswert ist er allemal!

 

 

Aristoteles (griechisch Ἀριστοτέλης Aristotélēs, Betonung lateinisch und deutsch: Aristóteles; * 384 v. Chr. In Stageira, † 322 v. Chr. In Chalkis auf Euböa) war ein griechischer Gelehrter. Er gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Philosophen und Naturforschern der Geschichte. Sein Lehrer war Platon, doch hat Aristoteles zahlreiche Disziplinen entweder selbst begründet oder maßgeblich beeinflusst, darunter Wissenschaftstheorie, Naturphilosophie, Logik, Biologie, Physik, Ethik, Staatstheorie und Dichtungstheorie. Aus seinem Gedankengut entwickelte sich der Aristotelismus. (Wikipedia)

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4 thoughts on “Ist das so? # 21

  1. An Deinem Beispiel erkennt man, wie schnell man ausgebremst werden kann. Zum Glück geht es Dir wieder besser. Solche Momente lassen einen auch sehr schnell die Perspektive wechseln und man wird dankbarer.

    Alles Gute an Dich, Barbara

    1. Danke dir, liebe Barbara,
      ja, so schnell kann’s gehen, aber nun ist wieder alles gut und ich habe daraus gelernt: nicht zu viel vornehmen, nicht zu viel von mir selbst erwarten und mir gerne öfters Pausen mit Nichtstun gönnen. Und ein Perspektivwechsel war noch nie verkehrt – 😉

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