N wie Nichts tun, was man bereut

Nichts tun, was man bereut…

Warum eigentlich?

Manchmal tut man Dinge, die man im Nachhinein als falsche Richtung, Tat oder Meinung erkennt, aber aktuell beim Tun denkt doch keiner wirklich über die möglichen Konsequenzen nach.

Mit Anfang 50 schaut man oft zurück auf eine vermeintlich gute, friedliche, unbedarfte und schöne Zeit zurück. Wir waren jung, bauten Mist, probierten uns und alles Mögliche aus. Als junger Mensch machst du Fehler oder besser gesagt, du gehst durch dein Leben und später dann, wirst du darauf schauen und sagen, das war gut, das war nicht so gut.

Aber ich würde nicht sagen, dass ich etwas bereue. Auch heute nicht. Mein Leben mit all den Hochs und Tiefs hat genauso seine Berechtigung.

Dinge, die ich vermeintlich besser nicht getan hätte oder doch hätte tun sollen,  Worte, die besser nicht gesagt worden wären oder doch besser gesagt geworden wären, Gefühle, die besser ausgelebt oder doch besser nicht gezeigt worden wären.

Es ist heute 1. zu spät darüber zu jammern und 2. es gibt keinen Grund dazu.

Dies alles geschah, weil es so sein sollte.

Als junger Mensch hätte ich mich mit dieser Aussage keineswegs zufrieden gegeben, auf keinen Fall hätte ich mich damit abgefunden. Aber je älter ich werde, sehe ich die Dinge eben mit dieser Lebenserfahrung, die mich ins Hier und Heute gebracht hat.

Und selbst wenn, dann bereut man es eben. Das ist auch keine Schmach oder Frevel! Man kann auch Dinge tun, Sachen sagen, die man im Nachhinein bereut. Wichtig ist doch, dass man daraus lernt, oder nicht?

In diesem Sinne: No, je ne regrette rien!

 

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2 thoughts on “N wie Nichts tun, was man bereut

  1. Wohl wahr, wohl wahr.

    Aber ob ich nun behaupten soll, ich bereuhe nichts, kann ich nicht unterschreiben.
    In meinem (jungen Leben mit ca. Mitte 30ig) habe ich nicht Wiederherstbares gemacht.
    Das bereuhe ich heute zutiefst.
    Ansonsten denke ich, ist s wohl richtig, dass sich mit zunehmendem Alter eine gewisse Gelassenheit gegenüber den Dingen einstellt. Toleranz und mehr Zeit für Empathie stellt sich ein.
    Nennt man das dann: Altersweisheit?

    1. Liebe Reneé,
      das kann gut sein, dass sich mit dem Alter eine gewisse Weisheit breit macht.
      Was in der Vergangenheit war, ist vorbei – Unverzeihliches kann vielleicht nicht rückgängig gemacht werden, aber ein anderer Umgang mit sich und der Sache, vorausgesetzt, das Alter kann den Blickwinkel verändern, kann vielleicht helfen, sich selbst zu verzeihen und die Geschichte zu entschärfen oder zu besänftigen.
      Etwas Offenes im Raum stehen zu lassen, würde mich unruhig zurücklassen. Ich wollte versuchen, die Sache heute zu verstehen und richtig einzuordnen.
      Aber da ist jeder anders und du hast da deinen Weg.
      Ich wünsche dir eine gute Zeit! Herzlichst Barbara

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